come together
Die Bodenarbeit besteht aus Linien, die temporär mit Straßenmarkierungsmaterial
aufgebracht werden. Diese Linien schlängeln sich um ein Zentrum:
ein kreisrunder Punkt, der aus taktil erlebbarem Material besteht.
Der veränderte Dorfplatz bekommt mit der Arbeit eine gehobene Aufmerksamkeit.
Das Werk „come together“ als universelle Geste des Zusammenkommens
verspricht eine neue Mitte. Das temporäre Raster aus Linien berührt
Geschichte und Zukunft: Es weiß um Trennendes und Verbindendes,
um das Nebeneinander von Spuren, die sich nicht notwendigerweise kreuzen,
aber doch aufeinander Bezug nehmen. Die Linien nehmen ein Zentrum in
den Blick, ohne es zu besetzen. Der haptisch erfahrbare Punkt lädt
aber dazu ein, den Boden zu erspüren – eine Insel der Weichheit,
ein gemeinsamer Impuls für das Miteinander. Die Arbeit bietet einen
Ort des Innehaltens. Er lädt ein, Abstand und Nähe, Erinnerung
und Aufbruch, Kommen und Gehen ins Verhältnis zu setzen und im
Hier und Jetzt neue Verbindungen zu wagen.
Installation "come together", im Rahmen der 1. openart
lausitz biennale 2026, Jamlitz / Brauereistraße,
2026
Fotos: Michael Gerth
Temporäre Bodenarbeit mit Straßenmarkierungsfolie und Fallschutzmatte
Größe ca. 14 x 12 Meter, Streifenbreite 12 cm
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